Wie verbessert man die Energieklasse seiner Wohnung oder seines Hauses in Luxemburg?
In Luxemburg verbraucht ein Haus der Klasse F 208 bis 295 kWh/m² pro Jahr Primärenergie; um Klasse C zu erreichen, muss es auf höchstens 123 kWh/m² sinken, also 40 bis 58 % weniger. Die Dämmung verbessert vor allem die Wärmeschutzklasse, Wärmepumpe und Photovoltaik die Effizienzklasse, und wer mindestens zwei Wärmeschutzklassen gewinnt, erhält einen Klimabonus-Bonus von +20 bis +50 %.
- Neun Klassen, drei Indikatoren: A+ bis I für Gesamtenergieeffizienz, Wärmeschutz und Umweltwirkung (CO₂)
- Grenzwerte eines Hauses (Primärenergie): A ≤ 41, B ≤ 90, C ≤ 123, D ≤ 142, E ≤ 208, F ≤ 295 kWh/m² pro Jahr
- Klimabonus-Bonus: +20 % auf die Dämmförderung, wenn die Wärmeschutzklasse C erreicht, +30 % für B, +50 % für A oder A+, bei mindestens zwei gewonnenen Klassen
- Nachweis: ein Energiepass vor und einer nach den Arbeiten; der Bonus kann in Etappen erreicht werden
- Energiepass: 10 Jahre gültig, etwa 500 bis 600 € für ein Haus, im Miteigentum für das ganze Gebäude ausgestellt
- Anzeigen: Energieeffizienzklasse und Wärmeschutzklasse müssen in jeder Verkaufs- oder Mietanzeige stehen
Wie viele Klassen kann Ihr Haus gewinnen?
Der Simulator schlägt die Arbeiten mit dem größten Klassensprung vor und berechnet die Förderung 2026 inklusive Klassenbonus.
Die drei Indikatoren des Energiepasses und die Klassengrenzen
Der luxemburgische Energiepass (Ausweis über die Gesamtenergieeffizienz) vergibt nach der großherzoglichen Verordnung vom 9. Juni 2021 drei unabhängige Klassen von A+ bis I: Man kann also eine verbessern, ohne die anderen zu verändern.
| Indikator | Was er misst | Was ihn verbessert |
|---|---|---|
| Gesamtenergieeffizienz | Verbrauchte Primärenergie (Heizung, Warmwasser, Lüftung, Hilfsenergie) | Dämmung, Heizsystem, Solarerzeugung |
| Wärmeschutz | Heizwärmebedarf des Gebäudes, abhängig von Hülle und Luftwechsel | Dach, Wände, Boden, Fenster, Luftdichtheit, Lüftung mit Wärmerückgewinnung |
| Umweltwirkung | CO₂-Emissionen der genutzten Energie | Ausstieg aus Öl und Gas, erneuerbare Energien |
Grenzwerte der Energieeffizienzklasse eines Einfamilienhauses
| Klasse | Primärenergie (kWh/m² pro Jahr) |
|---|---|
| A+ | ≤ 22 |
| A | ≤ 41 |
| B | ≤ 90 |
| C | ≤ 123 |
| D | ≤ 142 |
| E | ≤ 208 |
| F | ≤ 295 |
| G | ≤ 395 |
| H | ≤ 530 |
| I | > 530 |
Für Mehrfamilienhäuser gelten andere Grenzwerte. Die neue europäische Skala A bis G aus der Richtlinie von 2024 ist in Luxemburg noch nicht umgesetzt: Es gilt weiter die Skala A+ bis I. Inhalt des Passes und wie man ihn erhält: der Energiepass.
Welche Arbeiten Klassen bringen
Die Dämmung der Hülle verbessert vor allem die Wärmeschutzklasse, die kein Heizungstausch verbessern kann; umgekehrt verbessern Wärmepumpe oder Photovoltaik die Effizienz- und Umweltklasse, ohne die Wärmeschutzklasse zu berühren.
| Arbeiten | Wärmeschutz | Gesamtenergieeffizienz | Umwelt (CO₂) | Referenzpreis |
|---|---|---|---|---|
| Dach und Dachboden | Stark | Stark | Mittel bis stark (bei fossiler Heizung) | 35–350 €/m² |
| Außenwände | Stark | Stark | Mittel bis stark | 150–300 €/m² |
| Dreifach verglaste Fenster | Mittel | Mittel | Gering bis mittel | 500–2.400 € pro Fenster |
| Boden, Kellerdecke | Gering bis mittel | Gering bis mittel | Gering | 35–60 €/m² |
| Lüftung mit Wärmerückgewinnung | Mittel (weniger Lüftungsverluste) | Mittel | Gering | 6.000–18.000 € |
| Wärmepumpe statt Öl oder Gas | Keine | Stark | Stark | 12.000–24.000 € |
| Photovoltaik | Keine | Mittel bis stark | Mittel | Siehe Solarseite |
Qualitative Wirkungen, abgeleitet aus dem, was jeder Indikator misst; der tatsächliche Gewinn hängt von Ausgangszustand, Kompaktheit und Ausrichtung ab, und nur die Berechnung eines Ausstellers oder Energieberaters beziffert ihn. Preise im Detail: Dämmkosten, Außenwanddämmung, KWL-Anlage, Wärmepumpe, Solaranlagen.
Beispiel: was es braucht, um von F auf C zu kommen
Ein Haus mit 150 m², das 250 kWh/m² Primärenergie pro Jahr verbraucht (Klasse F), muss für Klasse C auf 123 kWh/m² sinken, ein Rückgang um 51 %, also von 37.500 auf 18.450 kWh pro Jahr. Dieser Fall ist häufig: Laut unserer Umfrage zum Sanierungspotenzial von Häusern liegen die meisten auf renov.lu geschätzten Häuser in Klasse F oder G.
Ein einzelnes Bauteil schafft einen solchen Rückgang selten. Die Kombination, die am häufigsten zum Ziel führt, verbindet die Dämmung von Dach und Wänden (die den Wärmebedarf senkt) mit einer Wärmepumpe (die die dafür nötige Primärenergie senkt); Lüftung mit Wärmerückgewinnung und Fenster festigen den Gewinn. Für B (90 kWh/m²) oder A (41 kWh/m²) wird Photovoltaik nahezu unverzichtbar. Der Energieberater simuliert jede Kombination vor den Arbeiten: siehe den Energieberater.
Der Klassenbonus des Klimabonus: +20 bis +50 %
Der Klimabonus 2026 erhöht die Dämmförderung um 20 %, wenn die Wärmeschutzklasse C erreicht, um 30 % bei B und um 50 % bei A oder A+, sofern mindestens zwei Klassen gewonnen werden, belegt durch einen Energiepass vor und nach den Arbeiten.
- In Etappen: Der Bonus kann über mehrere Bauabschnitte erreicht werden, etwa das Dach in einem Jahr und die Fassade im nächsten.
- Obergrenze: Der Bonus bleibt innerhalb der 60-%-Grenze der Nettokosten. Bei einem bereits gekappten Bauteil (Dachboden, Sparren) bringt er nichts; bei einer mineralisch gedämmten Fassade wirkt er voll.
- Wärmebrückenberechnung: Wird Klasse C erreicht, erhält der Energieberater 160 € pro Berechnung, bis 800 €.
Fassade mit 150 m² aus Steinwolle, Standard II, Angebot 27.750 € netto, grundsätzliche Zustimmung 2026 beantragt: 80 € × 150 m² = 12.000 € Förderung; steigt die Wärmeschutzklasse von F auf B (+30 %), erhöht sich die Förderung auf 15.600 €, unter der Grenze von 16.650 €. Der Bonus bringt 3.600 €. Alle Beträge: Förderung und Klimabonus 2026; Wirkung der Grenze je Bauteil: Eigenanteil bei der Dämmung.
In welcher Reihenfolge man Klassen gewinnt
Um Klassen zu gewinnen, ohne Arbeiten zu wiederholen, dämmen Sie zuerst die Hülle, sorgen dann für Lüftung, ersetzen anschließend die Heizung und schließen mit der Solarerzeugung ab: Eine nach der Dämmung ausgelegte Wärmepumpe ist kleiner, günstiger und effizienter. Die vollständige Reihenfolge steht in unserem Leitfaden zur energetischen Sanierung in Luxemburg.
Neuer Energiepass nach den Arbeiten: wann er Pflicht ist
Ein neuer Energiepass ist nach einer genehmigungspflichtigen Änderung oder einer wesentlichen Umgestaltung, die die Energieeffizienz betrifft, Pflicht; nicht erforderlich ist er bei Arbeiten an weniger als 10 % der Fläche gleichartiger Bauteile oder bei einer technischen Anlage unter 1.500 € (Haus) bzw. 3.000 € (Mehrfamilienhaus).
- Für den Klimabonus ist der Energiepass nach den Arbeiten ohnehin mit dem Auszahlungsantrag vorzulegen; er belegt auch den Klassenbonus.
- Für Verkauf oder Vermietung ist ein gültiger Pass Pflicht: Der Pass von vor den Arbeiten bleibt 10 Jahre gültig, zeigt aber eine überholte Klasse.
- Wer und wie viel: ein Architekt oder beratender Ingenieur der OAI oder ein zugelassener Sachverständiger; freies Honorar, etwa 500 bis 600 € für ein Haus. Siehe Energiepass beantragen und Kosten des Energiepasses.
Energieklasse und Immobilienwert: vor dem Verkauf sanieren
Die Energieklasse beeinflusst den Preis, weil sie sichtbar ist: Energieeffizienzklasse und Wärmeschutzklasse müssen in jeder Verkaufs- oder Mietanzeige stehen, und der Käufer erhält den Original-Energiepass.
Auf einem Markt, auf dem eine Bestandswohnung im Schnitt 7.795 €/m² kostet (Observatoire de l’Habitat, zweites Quartal 2026), entspricht jeder Prozentpunkt Wert etwa 78 €/m². Die beobachteten Preisunterschiede zwischen den Klassen samt Quellen analysiert unsere Seite Einfluss des Energiepasses auf die Immobilienpreise.
- Arbeiten, die die Klasse ändern: Dämmung, Fenster, Lüftung, Heizung, Solar. Beginnen Sie früh: Förderverfahren, Baustelle und neuer Energiepass brauchen Zeit vor dem Verkaufsstart.
- Arbeiten, die die Attraktivität, aber nicht die Klasse ändern: Küche, Bad, Bodenbeläge, Anbau. Sie steigern den Wert auf andere Weise: siehe Kosten einer Badsanierung und Kosten einer Küche.
- Pflichten des Verkäufers: Übergabe des Passes, Angabe in der Anzeige, Sanktionen — siehe Pflichten beim Verkauf.
Die Klasse einer Eigentumswohnung verbessern
Im Miteigentum wird der Energiepass für das ganze Gebäude ausgestellt; ein Pass pro Wohnung ist nur ergänzend möglich. Die Klasse einer Wohnung steigt daher nur mit gemeinschaftlichen Arbeiten spürbar: Fassade, Dach, Zentralheizung.
Seit dem 1. Oktober 2022 wird die energetische Sanierung gemeinschaftlicher Teile mit der Mehrheit der Stimmen aller Miteigentümer beschlossen, und ein Instandhaltungsfonds ist seit dem 1. August 2023 Pflicht. In der eigenen Wohnung verbessern eine Innendämmung oder neue Fenster Komfort und Heizkosten, aber kaum die Klasse des Gebäudes. Gemeinsames Vorgehen: Arbeiten im Miteigentum.
Schätzen Sie Ihren Klassengewinn
Der Simulator für die energetische Sanierung schlägt die passende Kombination von Arbeiten vor und berechnet die Förderung 2026 inklusive Klassenbonus. Für ein konkretes Projekt senden Ihnen drei in Luxemburg niedergelassene Betriebe ein Angebot.
Von der Zielklasse zum Angebot
Kostenlos und unverbindlich.
Häufige Fragen zur Energieklasse in Luxemburg
Welcher Verbrauch entspricht der Klasse B bei einem Haus in Luxemburg?
Höchstens 90 kWh Primärenergie pro m² und Jahr für die Energieeffizienzklasse eines Einfamilienhauses. Klasse A endet bei 41 kWh/m², Klasse C bei 123 kWh/m² und Klasse D bei 142 kWh/m². Für Mehrfamilienhäuser gelten andere Grenzwerte.
Reicht eine Wärmepumpe, um Klassen zu gewinnen?
Sie verbessert die Energieeffizienzklasse und die Umweltklasse, weil sie Primärenergie und CO₂ gegenüber Öl oder Gas senkt. Die Wärmeschutzklasse ändert sie nicht, da diese nur vom Heizwärmebedarf des Gebäudes abhängt: Gerade diese Klasse löst aber den Klassenbonus des Klimabonus aus.
Kann man den Klassenbonus des Klimabonus in mehreren Etappen erreichen?
Ja. Der Bonus von +20 %, +30 % oder +50 % auf die Dämmförderung kann in Etappen erreicht werden, sofern insgesamt mindestens zwei Wärmeschutzklassen gewonnen und C, B oder A erreicht werden, belegt durch einen Energiepass vor und nach den Arbeiten.
Braucht man nach Sanierungsarbeiten einen neuen Energiepass?
Ja nach einer wesentlichen Umgestaltung, die die Energieeffizienz betrifft, außer die Arbeiten betreffen weniger als 10 % der jeweiligen Fläche oder eine technische Anlage unter 1.500 € in einem Haus. Für den Klimabonus ist der Energiepass nach den Arbeiten ohnehin erforderlich.
Kann man die Klasse einer einzelnen Wohnung im Mehrfamilienhaus verbessern?
Nur geringfügig. In Luxemburg wird der Energiepass für das ganze Gebäude ausgestellt, ein Pass pro Wohnung existiert nur ergänzend. Innendämmung oder neue Fenster verbessern den Komfort der Wohnung, die Klasse steigt aber erst mit Arbeiten, die die Eigentümergemeinschaft beschließt.
Vor dem Verkauf sanieren: welche Arbeiten zuerst?
Die Arbeiten, die die Klasse in der Anzeige ändern: Dach- und Wanddämmung, danach Heizung und Fenster. Küche und Bad steigern die Attraktivität, aber nicht die Klasse. Planen Sie mehrere Monate ein, denn der neue Energiepass muss nach den Arbeiten und vor dem Verkaufsstart ausgestellt werden.